Die letzte Monatsbetrachtung schloss mit Hesses Gedicht vom Seidelbast, der im Walde blüht. Kurz danach kam mir das Gedicht vom Seidelbast, der im Walde wiegt, von Silja Walter in die Hände. Dieses Gedicht ist irgendwie sanfter; es verzichtet auf Anschuldigungen; am Schluss wird nicht ein Brief zerrissen und in den See geworfen. Silja Walters Gedicht bleibt bei sich selber. Das Ich hört sich selber zu. Es weiss nicht, wie ihm geschehen ist und träumt, während der Seidelbast sich im Walde wiegt, einen tiefen, schweren Traum.
Der Seidelbast